Invade 

Forschungsprojekt der Technischen Universität München, der Hausärzte des Landkreises Ebersberg und der AOK Bayern. 

 

Besuchen Sie auch unsere Website unter: INVADE

 

 

Die Idee für das Präventionsprojekt INVADE wurde Mitte der neunziger Jahre von mehreren Ärzten und Wissenschaftlern der TU München - Klinikum rechts der Isar entwickelt. Ausschlaggebend war die tägliche Erfahrung, wie wichtig vorbeugende Medizin gerade bei den bedeutendsten Gehirnerkrankungen Schlaganfall und Demenz ist.

Dazu gründeten die Ärzte 1999 den Verein INVADE e.V. und starteten 2001 das Modellprojekt INVADE in Zusammenarbeit mit Kliniken der Technischen Universität München.

Im Jahr 2004 wurde die INVADE gemeinnützige GmbH vom INVADE e.V. gegründet.

 

INVADE steht für Prävention von Schlaganfall und vaskulärer Demenz

INVADE- Prävention Schlaganfall und vaskuläre Demenz


Das Wort INVADE steht für "INterventionsprojekt zerebroVAskuläre Erkrankungen und Demenz im Landkreis Ebersberg", d.h. die Vorbeugung und Behandlung (Intervention) von Erkrankungen der Hirngefäße (=zerebrovaskulär) und geistiger Abbauprozesse (=Demenz) bei AOK Versicherten über 50 Jahren im Landkreis Ebersberg

 


 

Schlaganfall und Demenz sind die mit Abstand wichtigsten Ursachen für dauerhafte und schwere Pflegebedürftigkeit. In einer älter werdenden Gesellschaft muss die Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit künftig einen noch weit höheren Stellenwert einnehmen als dies bisher der Fall ist. Das Projekt INVADE greift dieses Thema auf und nimmt es ernst. Systematische Erfassung und evidenzbasierte Therapie sind wichtige Bestandteile dieses hausarztzentrierten Projekts.

Für viele unserer Teilnehmer und uns selbst stellt der Eintritt von Pflegebedürftigkeit, also der Verlust der individuellen Selbständigkeit, einen schlimmen Schicksalsschlag dar. Die Pflegebedürftigkeit - sei es Zuhause oder im Heim - wird in Anlehnung an die demographische Entwicklung zu einer unkalkulierbaren sozioökonomischen Herausforderung.

Die Hauptursachen von Pflegebedürftigkeit sind Erkrankungen des Gehirns, insbesondere Schlaganfall und Demenz. Gerade bei diesen Erkrankungen gilt:

Vorbeugen ist besser als Heilen!

Wir wissen, dass durch eine gewissenhafte, regelmäßige Kontrolle und Behandlung von bestimmten Risikofaktoren die Chance eines beschwerdefreien Lebens deutlich erhöht wird.

Dies ist für jeden ein erstrebenswertes Ziel 
und genau das will INVADE erreichen.

Der wichtige Baustein unseres Projektes ist die systematischen Erfassung und Behandlung 
von vaskulären Risikofaktoren 
wie

  • Bluthochdruck
  • Hypercholersterinämie
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Rauchen
  • Herzvorhofflimmern
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht

sowie deren Behandlung mit wissenschaftlich abgesicherter Medizin auf Universitätsniveau unter den Alltagsbedingungen der hausärztlichen Praxis.

Dazu haben wir ein "Diagnostikinventar" zusammengestellt, das die oben genannten Risikofaktoren erfasst. Die Ergebnisse der regelmäßigen Untersuchungen werden dokumentiert und in einer leitliniengerechte Therapie umgesetzt. Die Therapieerfolge werden immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls nachjustiert.