Prävention und Herzsport 

 

Der wissenschaftlichen Erkenntnis folgend, dass körperliche Aktivität ein unverzichtbarer Bestandteil der Vorsorge (Primär- und Sekundärprävention) und Behandlung von  Patienten mit koronarer Herzerkrankung ist, biete ich in Zusammenarbeit mit dem Fitness Studio Zorneding ein Trainings- und Bewegungsprogramm für herzkranke Patienten an.

 

Hierbei wird nach einem ärztlichen Eingangscheck ein auf die Belastbarkeit des Patienten abgestimmtes Trainings- und Bewegungsprogramm erarbeitet. Unter Anleitung und Berücksichtigung der eigenen Leistungsgrenzen wird anschließend individuell in der Gruppe trainiert.

Körperliche Aktivität ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) und verbessert sowohl die Prognose als auch die Lebensqualität der betroffenen Patienten. 

In den heutigen kardiologischen Behandlungsleitlinien ist vorgesehen, dass Patienten bei Auftreten eines Herzinfarktes eine Behandlung in einer Klinik mit Aufdehnung der verengten bzw. verschlossenen Herzkranzgefäße oder eine Bypass-Operation erhalten. Hieran schließt sich die Rehabilitation in einer weiteren Klinik an. Anschließend wird der Patient von seinem Hausarzt und Kardiologen betreut. Die Teilnahme in einer Herzsportgruppe dient hierbei der weiteren Behandlung durch Reduktion der kardiovaskulären Risikofaktoren im Sinne der Sekundärprävention.

 

 

Warum ist nun körperliche Fitness so wichtig für herzkranke Patienten?

 

Sport beeinflusst erheblich die kardiovaskulären Risikofaktoren wie Blutfette,  Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Auch entzündliche Prozesse - die bei der Entstehung der Ablagerungen in Adern von Bedeutung zu sein scheinen - werden durch Sport verringert. Weiterhin hat Sport einen positiven Effekt auf die koronare Atherosklerose: Durch Sport wird vermehrt Stickstoffmonoxid (NO) produziert. NO bewirkt dann eine Aufweitung der Gefäße und hierdurch eine bessere Durchblutung des Herzens.

Herz-Patienten sollten mindestens an vier oder fünf Tagen in der Woche Sport betreiben, z.B. in Form eines 20-minütigen Ausdauertrainings. In den Leitlinien werden sogar 30 bis 45 Minuten empfohlen. Hinzu komme als sinnvolle Ergänzung ein Krafttraining mit niedriger Intensität bei 40 bis 60 Prozent der maximalen Kraft und 15 bis 20 Wiederholungen. Denn auch regelmäßiges Krafttraining soll die Gefäßelastizität dauerhaft erhöhen und so das kardiovaskuläre Risiko verringern.

 

Vor Aufnahme eines Patienten in die Herzsportgruppe sollte per Fahrradergometrie die maximale Herzfrequenz (HF) und die maximale Leistungsfähigkeit in Watt bestimmt werden. Die Trainingsempfehlungen richten sich dann nach diesen Ergebnissen. Bewegung soll nämlich nur im aeroben, ischämie- und symptomfreien Bereich stattfinden. Das wird meist bei einer HF unter Belastung zwischen 60 und 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz erreicht.

Diese Werter gelten auch für das Krafttraining. Eine Besonderheit gibt es bei Patienten, die Betablocker einnehmen. Bei ihnen führt die maximale Herzfrequenz als Parameter der Belastungsintensität nicht zum Ziel. Hier sollte eine Trainingsintensität bei 50 bis 70 Prozent der maximalen Leitungsfähigkeit in Watt angestrebt werden. Ein Ausschlusskriterium für Sport ist die instabile Angina pectoris-Symptomatik.

Ich möchte Sie als Kardiologe mit meiner langjährigen Erfahrung in der Behandlung von Herzerkrankungen kompetent beraten und Ihnen entsprechende Empfehlungen für die Aufnahme und Durchführung von sportlichen Aktivitäten geben.

Dabei arbeite ich eng mit dem Fitness Studio Zorneding in allen Fragen der Gesundheitsvorsorge zusammen. Das Fitness Studio Zorneding verfügt hierbei über eine optimale Ausstattung an speziellen Fitnessgeräten zur Durchführung des Bewegungstrainings. Hervorragend ausgebildete Physiotherapeuten trainieren mit Ihnen, so dass Sie ihrem Herzen etwas Gutes tun können.  

 

Die Kosten für die Herzsportgruppe werden nach ärztlicher Verordnung in der

Regel von den Krankenkassen erstattet.